
Welche Dienste bietet ein Bürgerterminal?
In Kommunen und Behörden entlastet ein Kiosk den Informationsschalter und die Kasse. Die allgemeine Kiosk-Architektur finden Sie auf der Seite Kiosk Software.
- Informationskiosk: Lage der Ämter, Öffnungszeiten, benötigte Unterlagen und Gebäudeplan.
- Anträge: Formulare ausfüllen, Dokumente scannen und eine Antragsnummer erhalten.
- Gebühren abfragen und bezahlen: Offene Beträge wie Grundsteuer, Abfall- oder Wassergebühren abfragen und per Karte begleichen.
- Wartenummer: Wartemarken für Kasse und einzelne Ämter.
- Aushänge: Veranstaltungen, Ausschreibungen und Versorgungsunterbrechungen auf dem Wartebildschirm.
Die Wartemarken- und Aufrufanzeige arbeitet mit der Aufrufsystem-Software zusammen.
Hauptseite zu diesem Thema: Self-Service-Kiosk Software
Ablauf: Gebühren abfragen und bezahlen
- Identifizierung: Der Bürger meldet sich mit Kassenzeichen, Kunden- bzw. Vertragsnummer oder durch Auflegen des Ausweises an.
- Offene Posten: Die Beträge werden über die vom Anbieter bereitgestellte Schnittstelle aus dem Finanz- oder Abrechnungsverfahren der Behörde geladen.
- Auswahl: Die zu zahlenden Posten werden gewählt, der Gesamtbetrag wird angezeigt.
- Zahlung: Die Zahlung läuft über ein zertifiziertes Terminal der Bank oder des Zahlungsdienstleisters; Kartendaten werden in der Kiosk-Software nicht gespeichert.
- Quittung: Das Zahlungsergebnis wird im Fachverfahren verbucht und eine Quittung gedruckt.
Art des Zahlungsbelegs und Abstimmungsregeln mit der Buchhaltung der Behörde werden zu Projektbeginn mit der Finanzabteilung geklärt; in Deutschland gehört dazu auch die Prüfung, ob KassenSichV/TSE relevant ist, wenn der Kiosk Zahlungen erfasst. Für Online-Zahlungen siehe Online-Payment-Integration.
Sicherheit: Kiosk-Modus und Schutz personenbezogener Daten
Ein Kiosk im öffentlichen Raum ist für jeden zugänglich; Sicherheit steht deshalb im Mittelpunkt des Designs.
- Kiosk-Modus: Desktop, Adressleiste des Browsers und Systemtasten werden gesperrt; nur die Kiosk-Anwendung läuft.
- Sitzungs-Timeout: Bei Inaktivität oder nach Abschluss endet die Sitzung automatisch und der Startbildschirm erscheint.
- Keine Daten auf dem Bildschirm: Name, Adresse und offene Beträge werden nach dem Vorgang von Bildschirm und lokalem Speicher gelöscht.
- Maskierung: Identifikationsnummer und Name werden teilweise verdeckt angezeigt.
- Netzwerksicherheit: Die Verbindung zu den Behördensystemen ist verschlüsselt und auf die nötigen Dienste beschränkt.
- Protokollierung: Vorgänge und administrative Zugriffe werden aufgezeichnet.
Datenschutzhinweise und Regeln zur Verarbeitung personenbezogener Daten werden mit dem Datenschutzbeauftragten der Behörde festgelegt (DSGVO; in der Türkei KVKK).
Barrierefreiheit und inklusive Oberfläche
- Bildschirmhöhe passend für Rollstuhlnutzer, alle Bedienelemente in der unteren Bildschirmhälfte.
- Große Schrift, hoher Kontrast und farbenblindtaugliche Farbgebung.
- Sprachausgabe und Kopfhöreranschluss.
- Neben der Landessprache weitere Sprachen je nach Bedarf der Behörde.
- Eine Entscheidung pro Bildschirm, sichtbare Zurück- und Abbrechen-Taste.
Die Oberfläche bleibt mit Blick auf ältere und wenig technikaffine Bürger bewusst schlicht; bei komplexen Anliegen gibt es immer die Option, an den Schalter verwiesen zu werden.
Zentrale Verwaltung und mehrere Standorte
In Kommunen verteilen sich die Kiosks meist auf Rathaus, Außenstellen und Bürgerbüros. Alle Geräte werden über ein einziges Web-Panel verwaltet.
- Überwachung von Gerätestatus, Verbindung, Druckerpapier und Fehlern.
- Standortbezogene Veröffentlichung von Aushängen, Menüs und Inhalten.
- Software-Updates aus der Ferne.
- Vorgangsberichte und Nutzungsstatistiken je Amt.
Die Struktur des Brisa-PSA-Kiosks, bei der Automaten, Bestände und Berichte zweier Werke in einem Panel verwaltet werden, lässt sich nach derselben Logik auf die Standorte einer Behörde übertragen. Für behördenspezifische Module siehe individuelle Softwareentwicklung.
Mein Leistungsumfang
Informationskiosk
Ämter, Zeiten, Unterlagen und Gebäudeplan
Anträge
Formular, Dokumentenscan und Antragsnummer
Gebühren bezahlen
Abfrage und Zahlung am zertifizierten Terminal
Wartemarken und Aushänge
Amtsbezogene Nummern und Wartebildschirm
Kiosk-Modus
Gesperrtes System und Sitzungs-Timeout
Zentrales Panel
Standorte, Inhalte und Geräte verwalten
Eingesetzte Technologien
Beispielprojekte
Eine Auswahl von Live-Projekten mit echten Nutzern.
ISG Virtual Warehouse — Ausgabe-Assistent
Arbeitsschutz-ERP mit REST-API und BI-Dashboard.
Ansehen
Software für Verkaufsautomaten
Embedded-Steuerung, Touchscreen-Verkaufsoberfläche, Zahlungen und Fernverwaltung.
Ansehen
Taxi-, Flotten- & POS-Plattform
Fahrgast-, Fahrer- und Flotten-Apps mit Live-Disposition und POS.
AnsehenSo arbeiten wir
Kostenloses Erstgespräch
Wir klären gemeinsam Anforderungen, bestehende Systeme und Ziele.
Angebot & Fahrplan
Umfang, Technologie, Zeitplan und Budget innerhalb von 24 Stunden.
Entwicklung in Etappen
Wöchentliche Demos und eine Live-Testumgebung.
Start & Support
Livegang, Schulung und laufende Wartung.
Kostenlose VoranalyseDas erste Gespräch und der Fahrplan sind komplett kostenlos und unverbindlich.
Lieferung in Etappen mit FreigabeSie prüfen jedes Modul in einer Testumgebung, bevor es weitergeht.
Schriftlicher Umfang und RechteUmfang, Lieferung und Rechte am Quellcode werden im Vertrag festgelegt.
Häufige Fragen
Wie bezahlen Bürger Gebühren am Kommunal-Kiosk?
Der Bürger meldet sich mit Kassenzeichen oder Kundennummer an, die offenen Posten werden über eine Schnittstelle aus dem Fachverfahren geladen, und die Zahlung läuft über das zertifizierte Terminal der Bank oder des Zahlungsdienstleisters. Kartendaten werden in der Kiosk-Software nicht gespeichert.
Funktioniert das Bürgerterminal mit der vorhandenen Software der Behörde?
Ja, sofern das Finanz-, Abrechnungs- oder Dokumentenverfahren einen Dienst oder eine API bereitstellt, wird der Kiosk darüber angebunden. Der Zugriffsumfang wird zu Projektbeginn mit dem Systemanbieter geklärt.
Wie werden personenbezogene Daten am Kiosk geschützt?
Kiosk-Modus, Sitzungs-Timeout, Löschen von Bildschirm und Speicher nach dem Vorgang, Maskierung der Identifikationsdaten und verschlüsselte Verbindungen greifen zusammen.
Können Menschen mit Behinderung den Kiosk nutzen?
Die Oberfläche wird mit passender Bildschirmhöhe, großer Schrift, hohem Kontrast und Sprachausgabe gestaltet. Gehäuse und Aufstellort werden für die physische Zugänglichkeit vor der Installation geplant.
Wie lange dauert ein Kiosk-Projekt für eine Behörde?
Die Dauer hängt von der Zahl der anzubindenden Systeme, der Verfügbarkeit ihrer Schnittstellen, den gewünschten Modulen, der Zahl der Standorte sowie den Freigabe- und Testprozessen der Behörde ab. Steht der Umfang fest, wird ein stufenweiser Plan erstellt.
Lassen sich die Kiosks aus der Ferne verwalten?
Ja. Gerätestatus, Inhalte und Aushänge, Software-Updates und Berichte werden für alle Standorte im zentralen Web-Panel verwaltet.