Hakan Sevimoğlu Hakan SevimoğluFreelance-Entwickler · 18 J.
Patientenaufnahme · Terminbestätigung · Wartenummer · KIS-Anbindung

Patientenkiosk für Krankenhaus und Praxis: Aufnahme, Terminbestätigung und Wartenummer

Ein Patientenkiosk ist ein Selbstbedienungssystem, an dem Patienten sich ohne Umweg über die Anmeldung identifizieren, ihren Termin bestätigen, eine Wartenummer ziehen und benötigte Ausdrucke selbst erhalten.

KurzantwortDer Kernablauf am Patientenkiosk besteht aus Identifizierung, Terminbestätigung, Wartenummer und Wegweiser-Bon; alle Daten kommen über die Schnittstellen des Anbieters aus dem Krankenhausinformationssystem (KIS), und Gesundheitsdaten werden als besondere Kategorie personenbezogener Daten geschützt. Hakan Sevimoğlu hat die Software eines Vollbild-Touch-Kiosks mit Ausweisidentifizierung und Webportal-Verwaltung entwickelt, die in Brisa-Werken live läuft, und betreut sie; diese Erfahrung überträgt er auf die Abläufe einer Gesundheitseinrichtung.

Verfasst von Hakan Sevimoğlu · Zuletzt aktualisiert:

Patientenkiosk Software: Touch-Terminal für Terminbestätigung und Anmeldung im Krankenhaus, Informationsmenü und zentrale Verwaltung
PatientenkioskSelf-Service für Terminbestätigung, Anmeldung und Wartenummer

Wie läuft der Patientenfluss am Kiosk ab?

In Gesundheitseinrichtungen übernimmt der Kiosk wiederkehrende Aufgaben von Information und Patientenaufnahme. Zur allgemeinen Kiosk-Architektur siehe Kiosk Software; hier geht es um den gesundheitsspezifischen Ablauf.

  1. Identifizierung: Der Patient liest seine Ausweis- bzw. Versichertenkarte ein oder gibt die Kennnummer über die große Bildschirmtastatur ein.
  2. Terminbestätigung: Die Software fragt im KIS den Termin des Tages ab und zeigt Ambulanz, Ärztin oder Arzt und Uhrzeit an.
  3. Aufnahme und Warteschlange: Nach Bestätigung durch den Patienten wird die Aufnahme ans KIS übermittelt und der Patient in die Warteschlange der Ambulanz eingereiht.
  4. Bon: Wartenummer, Etage/Raum und Wegweisung kommen aus dem Thermodrucker.
  5. Wegweisung: Die Wartenummer wird mit dem Aufrufmonitor im Wartebereich verknüpft.

Für Patienten ohne Termin wird der Ablauf als Weiterleitung zur Anmeldung oder – soweit die Einrichtung es erlaubt – als Anlage eines Behandlungsfalls gestaltet. Für Warteschlange und Aufrufmonitor arbeitet der Kiosk mit einem Aufrufsystem mit Wartemarken zusammen.

Hauptseite zu diesem Thema: Self-Service-Kiosk Software

Wie erfolgt die Anbindung an das KIS?

Der Kiosk speichert selbst keine Patienten- oder Termindaten; alle Abfragen laufen über das Krankenhausinformationssystem (KIS), das die Einrichtung nutzt. Die Integration erfolgt über Webservices oder APIs des KIS-Anbieters.

  • Beim Anbieter werden Schnittstellendokumentation und Zugang zur Testumgebung angefragt.
  • Aufrufe für Patientensuche, Terminliste, Aufnahme und Wartenummer werden zugeordnet.
  • Dokumente wie Laborbefunde kommen aus dem Dokumentenservice des KIS.
  • Der Datenverkehr zwischen Kiosk und KIS läuft verschlüsselt innerhalb des Kliniknetzes.
  • Antwortet der Service nicht, zeigt der Kiosk eine verständliche Meldung und verweist an die Anmeldung.

Die Verbindung zu nationalen Terminportalen (in der Türkei z. B. MHRS) wird über das KIS der Einrichtung und im Rahmen ihrer Berechtigungen betrachtet; der Kiosk ist nicht für eine direkte Anbindung an solche Systeme ausgelegt. Zum allgemeinen Integrationsansatz siehe API-Integration.

Datenschutz und Schutz von Gesundheitsdaten

Gesundheitsdaten sind nach Datenschutzrecht (DSGVO, in der Türkei KVKK) eine besondere Kategorie personenbezogener Daten und erfordern strengere Maßnahmen. Das Kiosk-Design baut deshalb auf Datenminimierung auf.

  • Am Bildschirm erscheinen nur die für den Vorgang nötigen Angaben; Diagnosen oder Untersuchungsdetails werden am Kiosk nicht aufgelistet.
  • Angaben wie Vor- und Nachname werden teilweise maskiert.
  • Die Sitzung endet automatisch nach Abschluss oder kurzer Inaktivität.
  • Auf dem Kiosk werden keine Patientendaten dauerhaft gespeichert; der lokale Cache wird am Sitzungsende geleert.
  • Sensible Dokumente wie Befundausdrucke gibt es nur mit zusätzlicher Verifizierung.
  • Zugriffe auf das Verwaltungsportal werden über Rechte und Protokolle überwacht.

Datenschutzhinweise, einwilligungspflichtige Vorgänge und Aufbewahrungsfristen werden zu Projektbeginn mit dem Datenschutzbeauftragten der Einrichtung geklärt.

Barrierefreiheit: Oberfläche für ältere und behinderte Patienten

Ein großer Teil der Nutzer eines Patientenkiosks ist älter, sehbeeinträchtigt oder fühlt sich gerade nicht wohl. Die Oberfläche wird für genau diese Menschen gestaltet.

  • Große Schrift, hoher Kontrast und großzügige Touch-Flächen.
  • Eine Entscheidung pro Bildschirm; Zurück und Abbrechen sind immer sichtbar.
  • Sprachausgabe, die die Schritte vorliest.
  • Bildschirmhöhe und -neigung passend für Rollstuhlnutzer.
  • Neben der Landessprache weitere Sprachen nach Bedarf der Einrichtung.
  • Fehlermeldungen in einfacher Sprache, die sagen, was zu tun ist, statt Fachbegriffe.

Hardware und Installation

Typische Hardware eines Patientenkiosks: Touch-Kioskgehäuse, Ausweis-/Kartenleser, Thermobondrucker, bei Bedarf A4-Dokumentendrucker und Lautsprecher. Die Software kann auf Windows, Linux oder Android laufen; für Installationen auf Android-Tablets siehe Android Kiosk-Modus App.

Status mehrerer Kiosks, Papierende, Verbindungsabbrüche und Software-Updates werden in einem zentralen Webportal überwacht. Der beim Brisa-PSA-Kiosk eingesetzte Ansatz für Maschinen-, Bestands- und Berichtsverwaltung wird hier auf Geräte- und Warteschlangenverwaltung übertragen.

Mein Leistungsumfang

  • Identifizierung

    Kartenleser oder Kennnummer am Bildschirm

  • Terminbestätigung

    Tagestermine direkt aus dem KIS

  • Wartenummer

    Warteschlange pro Ambulanz mit Bon

  • Befundausdruck

    Aus dem KIS-Dokumentenservice mit Verifizierung

  • Barrierearme Oberfläche

    Große Schrift, hoher Kontrast, Sprachausgabe

  • Datenschutz by Design

    Maskierung, Sitzungs-Timeout, keine Speicherung

Eingesetzte Technologien

PHPMySQLVanilla JS / PWAKotlin / AndroidC# .NETLinux

Beispielprojekte

Eine Auswahl von Live-Projekten mit echten Nutzern.

So arbeiten wir

  1. Kostenloses Erstgespräch

    Wir klären gemeinsam Anforderungen, bestehende Systeme und Ziele.

  2. Angebot & Fahrplan

    Umfang, Technologie, Zeitplan und Budget innerhalb von 24 Stunden.

  3. Entwicklung in Etappen

    Wöchentliche Demos und eine Live-Testumgebung.

  4. Start & Support

    Livegang, Schulung und laufende Wartung.

Kostenlose VoranalyseDas erste Gespräch und der Fahrplan sind komplett kostenlos und unverbindlich.

Lieferung in Etappen mit FreigabeSie prüfen jedes Modul in einer Testumgebung, bevor es weitergeht.

Schriftlicher Umfang und RechteUmfang, Lieferung und Rechte am Quellcode werden im Vertrag festgelegt.

Häufige Fragen

Wie wird ein Patientenkiosk an das KIS angebunden?

Über Webservices oder APIs des KIS-Anbieters. Patientensuche, Termine, Aufnahme und Wartenummer werden diesen Services zugeordnet; der Kiosk selbst speichert keine Patientendaten dauerhaft.

Kann der Kiosk Termine aus nationalen Terminportalen anzeigen?

Der Kiosk liest Termine aus dem KIS der Einrichtung. Wie Buchungen aus nationalen Terminportalen (in der Türkei z. B. MHRS) im KIS ankommen, hängt von der vorhandenen Infrastruktur ab und wird zu Projektbeginn mit dem KIS-Anbieter geklärt.

Werden Patientendaten auf dem Kiosk gespeichert?

Nein. Da Gesundheitsdaten eine besondere Kategorie personenbezogener Daten sind, zeigt der Kiosk sie nur während des Vorgangs an, leert sie nach Sitzungsende und hinterlässt keine persönlichen Angaben auf dem Bildschirm.

Können ältere Patienten den Kiosk bedienen?

Die Oberfläche ist mit großer Schrift, hohem Kontrast, einer Entscheidung pro Bildschirm und Sprachausgabe gestaltet. Trotzdem empfiehlt es sich, an der Anmeldung eine Person zur Unterstützung bereitzuhalten.

Wie lange dauert die Entwicklung eines Patientenkiosks?

Ausschlaggebend sind die Verfügbarkeit der KIS-Services und der Testumgebung, die Zahl der Abläufe (Aufnahme, Befundausdruck, Zahlung), die Hardwareauswahl und die Freigabeprozesse der Einrichtung. Nach Klärung des Umfangs entsteht ein stufenweiser Plan.

Eignet sich der Kiosk auch für Praxen und MVZ?

Ja. In kleineren Einrichtungen beschränkt sich der Ablauf meist auf Terminbestätigung und Wartenummer; dieselbe Software wird an die Schnittstellen der Praxisverwaltungssoftware angepasst.

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